Die Schuke-Orgel in der Margarethenkirche

Orgelbauer: Alexander Schuke, opus 313
Baujahr: 1961
Gehäuse: Das Orgelgehäuse wurde 1632 von Johann Moritz Weise erbaut.
Registerzahl: 36 auf HW (II), Oberwerk (III), Positiv (I) und Pedal
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: elektrisch
Windladen: Schleifladen
Spielhilfen:  elektronische Setzeranlage (Heuss Traktursystem 2), Zungenabschalter, 2 Zimbelsterne, Koppeln: III/II, I/II, III/I, II/P, I/P
Schweller im Oberwerk
 
Disposition:

HautpwerkSchwellwerkBrustwerkPedal
Quintadena 16'Holzgedackt 8'Gedackt 8'Prinzipal 16'
Prinzipal 8'Rohrflöte 4'Quintadena 8'Subbaß 16'
Stillpfeife 8'Prinzipal 2'Prinzipal 4'Oktave 8'
Oktave 4'Terzian 1 3/5'Waldflöte 2'Baßflöte 8'
Nachthorn 4'Oktave 1'Quinte 1 1/3'Oktave 4'
Nassat 2 2/3'Cymbel 3fachSesquialtera 2fachBauernflöte 2'
Oktave 2'Krummhorn 8'Scharff 3-5fachBaßaliquote 4fach
Mixtur 4-6fachTremulantDulzian 16'    Mixtur 5fach
Scharff 4fachVox humana 8'Posaune 16'
Trompete 8'TremulantTrompete 4'

Die Schmid-Böhm-Orgel in der Augustinerkirche

Orgelbauer: Rudolf Böhm (Gotha) und Gerhard Schmid (Kaufbeuren)
Baujahr: 1993
Gehäuse: Das Orgelgehäuse wurde 1692 von den Gebrüdern Wedemann erbaut.
Registerzahl: 49 auf HW (I), SW (II), OW (III), Recit (IV) und Pedal
Spieltraktur: mechanisch
Registertraktur: elektrisch
Windladen: Schleifladen
Spielhilfen: 64fache Setzeranlage, Crescendo-Walze, Koppeln: II-I, II-I, IV-I, III-II, I-P, II-P, III-P, IV-P
Schweller in SW, OW und Recit
 
Disposition:

Hauptwerk (I)Schwellwerk (II)Kleinpedal-Schwellwerk (III)R©cit (IV)Pedal
Gedackt Pommer 16'Bordun 16'Gedackt 8'Flöte 8'Principal 16'
Principal 8'Rohrflöte 8'Quintadena 8'Gamba 8'Subbass 16'
Spitzflöte 8'Salicional 8'Prästant 4'Principal 4'Quintbass 10 2/3'
Octav 4'Schwebung 8'Gemshorn 4'Piccolo 2'Octavbass 8'
Koppelflöte 4'Principal 4'Waldflöte 2'Trompette 8'Großterz 6 2/5'
Gemsquinte 2 2/3'Traversflöte 4'Octave 1'Clarine 4'Rohrpommer 4'
Octav 2'Nasat 2 2/3'Rauschwerk 4fach 1'    TremulantPosaune 16'
Mixtur 4fach 2'Blockflöte 2'Rankett 16'CarillonTrompetenbass 8'
Scharfcymbel 2fach 1/2'Terzflöte 1 3/5'Schalmey 8'
Fagott 16'Septim 1 1/7'Trichterregal 4'
Trompete 8'Pleinjeu 5fach 2 2/3'Tremulant
Dulcian 16'
Englisch Horn 8'
Clairon 4'
Tremulant

Die Orgeln auf dem Gebiet der Superintendentur Gotha

Anläßlich des Bachjahres 2000 wurden die Orgeln der Kirchen unserer Suptur in einem Verzeichnis zusammengefasst, aus dem Fachleute und Orgelliebhaber den Tonumfang, die Registrierung, technische Details und Bespielbarkeit entnehmen können. Eingefügte Bilder ergänzen den Gesamteindruck.
 
Die ausführliche Broschüre, die im Moment leider vergriffen ist, mit Farbfotos und genaueren Details trägt den Titel "Die Orgeln auf dem Gebiet der Superintendentur Gotha" und wurde von Uthmar Scheidig angefertigt. Die Suptur hat über 70 Orgeln, die vorwiegend von Meistern der heimischen Region gebaut wurden, meist in der Tradition der Thüringer Orgelbauer der "Bachzeit". Sind auch einige der Orgeln nur bedingt spielbar, kann man sich jedoch an den schönen Prospekten erfreuen, die oft noch gut erhalten sind.
 
Zudem enthält das Buch Informationen zur Geschichte der Orgelmusik in Gotha. In den Quellen und alten Programmzetteln wird kaum etwas über die Organisten berichtet. Wir wissen, dass Johann Pachelbel von 1692-1695 Stadtorganist an der Margarethenorgel war, dass er seinen Schüler Johann Christoph Bach (Johann Sebastian Bachs älteren Bruder aus Ohrdruf) als seinen Nachfolger empfahl und dass aber daraus nichts wurde.
 
In den Programmen des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts fällt auf, dass die Orgel vor allem bei Chorkonzerten ihre Begleit- und Solofunktion hatte. Reine Orgelkonzerte fanden erst nach dem Zweiten Weltkrieg statt. So spielten Walter Zenke, Luise von Bamberg und Konrad Bräutigam und auch Gäste wie Prof. Erhard Mauersberger an der Augustinerorgel bedeutsame anspruchsvolle Programme, von den alten Meistern bis zu Reger und den Neobarockmeistern David, Pepping, Distler u. a. Mit dem Bau der neuen Margarethenorgel wurde ab 1961 von Konrad Bräutigam eine Konzertreihe ins Leben gerufen, die bis heute fortdauert. Im Sommerhalbjahr werden alle 3 Wochen von Gästen aus dem In- und Ausland und von den Hausorganisten Orgelkonzerte angeboten, die, vorsichtig geschätzt, in den fünfzig Jahren schon 80-tausend Zuhörer hatten und das gesamte Spektrum der Orgelmusik vom 12. Jahrhundert bis zum Ende des 20. Jahrhunderts boten. Darüber hinaus erfreuen sich Orgelkonzerte in der Adventszeit und am Silvesterabend zunehmender Beliebtheit.
 
Die Orgeln in der Katholischen Kirche (1990) und in der Augustinerkirche (1993) sind wertvolle Ergänzungen im Bereich der kirchlichen Konzertlandschaft, genauso, wie die ebenfalls im dreiwöchigen Rhythmus stattfindenden Musiken im Augustinerkloster, die dann und wann auch ohne Orgel auskommen.
 
Gern werden der Orgel auch weitere Instrumente hinzugefügt. So gab es Orgelkonzerte mit Violine, Viola, Violoncello, Bass, mit Flöte, Oboe, Saxophon, mit Vokalsolisten, Trompete, Horn, Posaune, mit Posaunenchor, Kinderchor, gemischtem Chor, mit Alphornquartett, mit Pauken und Synthesizer; ja sogar Konzerte an zwei Orgeln fanden statt (das Positiv im Altarraum passt stimmungsmäßig zur großen Orgel).
 
Und dass die Orgeln Sonntag für Sonntag den Gemeindegesang bereichern und wochentags Kirchenbesucher erfreuen, soll an dieser Stelle ausdrücklich hervorgehoben werden.

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